Die Anzahl der Terrassenlager ergibt sich aus dem Verlegeplan, einschließlich Rändern, Ecken und zusätzlichen Auflagepunkten. Eine pauschale Zahl pro Quadratmeter reicht dafür nicht. Bei einem rechteckigen Plattenraster mit ausschließlich gemeinsamen Eckauflagen lautet die reine Zählformel: (Platten je Reihe + 1) × (Anzahl der Reihen + 1).
Die folgenden Beispiele zeigen die Mengenrechnung. Sie legen keine zulässige Plattengröße, Spannweite oder Belastung fest. Ob Eckauflagen genügen oder weitere Lager notwendig sind, muss der Plattenhersteller für den konkreten Belag und Aufbau vorgeben.
Beispiel 1: Zehn Platten je Reihe, sechs Reihen
Angenommen, ein bereits geplanter rechteckiger Belag besteht aus 10 × 6 Platten, ohne Aussparungen und ohne Versatz. Für dieses Rechenmodell liegt an jedem Kreuzungspunkt genau ein Lager. Zusätzliche Auflager sind zunächst nicht angesetzt.
Die 60 Platten bilden elf Lagerlinien in der einen und sieben in der anderen Richtung. Damit ergibt sich: 11 × 7 = 77 Lager.
| Lage des Auflagepunkts | Rechnung | Lager |
|---|---|---|
| Innerhalb der Fläche | (10 − 1) × (6 − 1) | 45 |
| An den vier Rändern, ohne Ecken | 2 × (10 − 1) + 2 × (6 − 1) | 28 |
| An den vier äußeren Ecken | 4 | 4 |
| Insgesamt | 45 + 28 + 4 | 77 |
Im Inneren teilen sich bis zu vier Platten einen Eckauflagepunkt. Deshalb wäre „60 Platten × 4 Lager“ für dieses gemeinsame Raster eine Mehrfachzählung. Umgekehrt unterschlägt ein Ansatz, der nur die inneren Kreuzungspunkte zählt, die 32 Lager an Außenrändern und Ecken.
Die Rechnung betrifft das Raster, nicht den fertigen Zuschnitt. Randauflagen können je nach System eingerückt oder mit besonderen Zubehörteilen ausgeführt werden. Schmale Zuschnitte, Türanschlüsse und frei endende Kanten müssen im tatsächlichen Verlegeplan gesondert berücksichtigt sein.
Beispiel 2: Eine zusätzliche Mittelauflage je Platte
Verlangt der freigegebene Aufbau im gleichen Beispiel zusätzlich eine Auflage unter der Mitte jeder Platte, kommen 60 Lager hinzu. Aus 77 werden dann 77 + 60 = 137 Lager. Das ist eine angenommene Zusatzanforderung für die Rechnung, keine allgemeine Vorschrift für bestimmte Plattenformate.
Die beiden Ergebnisse zeigen, weshalb die Grundfläche allein nicht genügt. Derselbe Belag kann nach unterschiedlichen, jeweils konkret zu prüfenden Vorgaben eine deutlich andere Auflagermenge erfordern.
Kartons je Höhenvariante aufrunden
Erst nach dem Zählen ordnest du jeden Auflagepunkt einem passenden Höhenbereich zu. Rechne die Kartons für jede Variante getrennt:
Kartonzahl = benötigte Stückzahl dieser Variante ÷ Stück je Verkaufskarton, auf die nächste ganze Zahl aufgerundet.
Für die folgenden Beispiele nehmen wir an, dass sämtliche Lager in der Ausführung 64–110 mm benötigt werden. Für diese Variante sind auf der Produktseite und im Herstellerblatt jeweils 42 Stück pro Karton angegeben. Prüfe vor der Bestellung die aktuelle Verkaufseinheit der ausgewählten Variante.
| Rechenfall | Bedarf | Rechnung | Kartons | Gelieferte Stück | Übrig |
|---|---|---|---|---|---|
| Nur die Eckauflagen aus Beispiel 1 | 77 | 77 ÷ 42 = 1,83… | 2 | 84 | 7 |
| Zusätzlich eine Mittelauflage je Platte | 137 | 137 ÷ 42 = 3,26… | 4 | 168 | 31 |
| Größeres Raster: 16 × 10 Platten, nur Eckauflagen | 187 | 17 × 11 = 187; 187 ÷ 42 = 4,45… | 5 | 210 | 23 |
Reststücke aus der Kartonrundung sind bereits vorhanden. Eine zusätzliche Reserve kann sinnvoll sein, ist hier aber nicht pauschal eingerechnet. Bei gemischten Höhen lassen sich überzählige Lager einer Variante nicht automatisch als Ersatz für eine andere verwenden.
Balkenlager zählst du nach der Unterkonstruktion
Für Dielen ist das Plattenraster die falsche Grundlage. Zähle die im Plan festgelegten Auflager unter jedem Balken. Angenommen, der freigegebene Plan enthält sieben Balken mit jeweils sechs Auflagern und vier zusätzliche Lager an konstruktiven Sonderstellen: 7 × 6 + 4 = 46 Lager. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel; Profilabstände, Spannweiten und Sonderstellen werden damit nicht festgelegt.
Das gehört auf deine Bestellliste
Notiere pro Höhenvariante die regulären Auflagepunkte, die zusätzlichen Punkte und die aufgerundete Kartonzahl. Zähle Aussparungen, Ränder und Zuschnitte anhand des tatsächlichen Plans. Wähle anschließend Plattenlager PRO für unmittelbar aufliegende Platten oder Balkenlager PRO für eine Unterkonstruktion. Die Terrassenlager-Übersicht führt beide Systeme zusammen.